IG Erfahrungen & Test
Das Urgestein unter den CFD-Brokern: über 17.000 Märkte, deutsche Niederlassung und eine sehr ausgereifte eigene Plattform.
Zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2026
| Regulierung | BaFin (dt. Niederlassung), FCA |
|---|---|
| Mindesteinzahlung | 0 € |
| Spread EUR/USD | ab 0,6 Pips (EUR/USD) |
| Plattform | IG-Plattform, MT4, ProRealTime |
| Besonderheit | Riesige Marktauswahl, seit 1974 am Markt |
IG ist seit 1974 im Geschäft und damit das mit Abstand älteste Haus in diesem Vergleich. Der Mutterkonzern ist an der Londoner Börse notiert, deutsche Kunden werden über die BaFin-beaufsichtigte Niederlassung in Frankfurt betreut. In puncto Substanz und Regulierungshistorie spielt hier kaum ein Wettbewerber mit.
Auch das Angebot ist außergewöhnlich: Mit über 17.000 handelbaren Märkten — von Forex über Aktien-, Index- und Rohstoff-CFDs bis zu Barrier Options und Turbozertifikaten — deckt IG mehr ab als jeder andere Anbieter im Test. Ausgewählte Indizes und Kryptowerte sind sogar am Wochenende handelbar.
Perfekt ist das Paket trotzdem nicht: Die Kontostruktur ist komplexer als bei schlanken Wettbewerbern, es gibt kein Raw-Spread-Modell, und nach zwei Jahren ohne Aktivität wird eine Gebühr fällig. CFDs bleiben auch hier Hebelprodukte mit erheblichem Verlustrisiko.
Regulierung & Sicherheit
Die Frankfurter Niederlassung steht unter BaFin-Aufsicht, die Gruppe wird federführend von der britischen FCA reguliert. Kundengelder werden getrennt verwahrt, für EU-Privatkunden gelten ESMA-Hebelgrenzen und Negativsaldoschutz.
Fünfzig Jahre Unternehmensgeschichte inklusive diverser Marktkrisen sind ein Stabilitätsargument, das sich nicht kopieren lässt. Was deutsche Aufsicht konkret bedeutet, erläutert unser Ratgeber zur Forex-Regulierung.
Kundengelder werden nach den strengen britischen Client-Money-Regeln beziehungsweise deutschen Vorgaben getrennt verwahrt; die gesetzliche Entschädigung greift bis zu den üblichen Grenzen. Auch in Stressphasen wie der Frankenfreigabe 2015 blieb IG durchgehend handlungsfähig — ein Härtetest, den nicht jeder Wettbewerber bestanden hat.
Konten & Kosten im Detail
IG arbeitet als Market Maker mit kommissionsfreien Forex-CFDs: EUR/USD ab typischerweise 0,6 Pips — für ein kommissionsfreies Modell ein sehr ordentlicher Wert, wenn auch über den Raw-Konten von IC Markets oder Pepperstone. Aktien-CFDs kosten eine Kommission, garantierte Stops einen Aufschlag im Auslösefall.
Eine Mindesteinzahlung gibt es bei Banküberweisung nicht. Beachten sollte man die Inaktivitätsgebühr von typischerweise rund 14 Euro monatlich nach 24 Monaten ohne Handelsaktivität sowie mögliche Gebühren für Realtime-Kursdatenpakete einzelner Börsen. Wie man solche Posten sauber vergleicht, zeigt der Ratgeber Forex-Kosten.
Wer den DAX oder andere Indizes handelt, findet bei IG traditionell sehr enge Index-Spreads — für viele deutsche Trader relevanter als das reine Forex-Pricing. Bei den Barrier Options und Turbos ist das Verlustrisiko auf den Einsatz begrenzt, was sie für manche Strategien zur interessanten CFD-Alternative macht; die Kostenstruktur unterscheidet sich aber deutlich und will verstanden sein. Für Vieltrader gibt es zudem rabattierte Konditionen ab bestimmten Monatsvolumina — die Schwellen sind allerdings hoch angesetzt.
Plattform & Tools
Die hauseigene Web- und App-Plattform gehört zum Reifsten am Markt: umfangreiche Alarmfunktionen, garantierte Stops, Kurslücken-Warnungen und eine saubere Orderführung. Alternativ stehen MT4 sowie die Profi-Chartsoftware ProRealTime bereit, die bei aktiver Nutzung typischerweise kostenlos bleibt.
ProRealTime richtet sich mit automatisierbaren Screenern und programmierbaren Strategien an fortgeschrittene Chartisten und schließt damit einen Teil der Lücke, die das fehlende MT5 hinterlässt.
Dazu kommt ein überdurchschnittliches Weiterbildungsangebot mit der IG Academy. Schwachpunkt: MT5 fehlt, und die MT4-Umsetzung wirkt eher wie ein Zugeständnis als wie ein Schwerpunkt.
Die IG Academy bietet strukturierte Kurse vom Einsteiger bis zum Fortgeschrittenen, dazu tägliche Analysen und ein umfangreiches Webinar-Programm auf Deutsch. Zusammen mit dem Demokonto ist das eine der besten Lernumgebungen im Vergleich — sinnvoll ergänzt durch unsere neutralen Grundlagen unter Was ist Forex?.
Ein- & Auszahlung
Einzahlungen per Banküberweisung und Kreditkarte sind kostenlos; PayPal wird je nach Kontotyp unterstützt. Auszahlungen auf das Referenzkonto sind typischerweise gebührenfrei und innerhalb von ein bis drei Werktagen abgewickelt.
Konten werden in Euro geführt, Umrechnungskosten entstehen nur beim Handel von Fremdwährungsprodukten. Der deutschsprachige Support in Frankfurt ist telefonisch gut erreichbar.
Die Kontoeröffnung läuft digital und ist meist binnen eines Tages erledigt; je nach gewünschten Produkten sind Angemessenheitsfragen zu beantworten — regulatorisch vorgeschrieben und sinnvoll. Steuerliche Jahresbescheinigungen stellt IG bereit; wie die Abgeltungsteuer im gewählten Kontomodell konkret gehandhabt wird, sollte man vorab klären, statt sich auf Automatismen zu verlassen.
Für wen geeignet?
IG passt zu Tradern, die maximale Marktauswahl, einen großen etablierten Anbieter und deutsche Aufsicht kombinieren wollen — vom ambitionierten Einsteiger, der das Lernangebot nutzt, bis zum Profi, der exotische Märkte oder Wochenendhandel sucht. Wer noch ganz am Anfang steht, findet in unserem Guide Forex für Anfänger das nötige Fundament.
Reine Kostenoptimierer mit hoher Handelsfrequenz greifen dagegen eher zu einem Raw-Spread-Spezialisten; wer es maximal simpel will, findet bei Plus500 die reduzierte Alternative.
Besonders gut aufgehoben sind bei IG Trader mit Fokus auf Indizes und Sondermärkte: Wochenendhandel, garantierte Stops und die Turbo-Palette ergeben Kombinationsmöglichkeiten, die kaum ein Wettbewerber bietet. Auch Umsteiger aus Zertifikate-Depots finden sich durch die Turbo-Ähnlichkeit schnell zurecht.
Fazit
IG verbindet fünf Jahrzehnte Markterfahrung mit einer erstklassigen Eigenplattform, deutscher Niederlassung und der größten Produktpalette im Vergleich. Die Spreads sind für einen Market Maker konkurrenzfähig, aber nicht führend, und die Inaktivitätsgebühr trübt das Bild für Gelegenheitsnutzer.
Wer die Plattformqualität und Marktbreite regelmäßig nutzt, bekommt dafür ein Gesamtpaket, das seinen Preis wert ist. Auch hier gilt unverändert: Gehebelte Produkte bleiben riskant, und die Mehrheit der Privatkunden verliert mit CFDs Geld — ein großer Name ändert daran nichts.
Als solide Allround-Adresse mit Substanz gehört IG dennoch in die engere Wahl fast jedes Traderprofils. Alle Angaben typisch, Stand der Redaktion.
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Häufige Fragen zu IG
Ist IG seriös?
Ja — IG ist seit 1974 aktiv und damit einer der ältesten CFD-Anbieter der Welt. Der Mutterkonzern ist an der Londoner Börse notiert und wird federführend von der britischen FCA reguliert; deutsche Kunden betreut die BaFin-beaufsichtigte Niederlassung in Frankfurt. Kundengelder liegen getrennt vom Firmenvermögen, für Privatkunden gelten ESMA-Hebelgrenzen und Negativsaldoschutz. Die fünfzigjährige Historie durch diverse Finanzkrisen hindurch ist ein Stabilitätsnachweis, den kaum ein Wettbewerber vorweisen kann.
Welche Spreads hat IG?
IG stellt den EUR/USD als Market Maker typischerweise ab 0,6 Pips, ohne zusätzliche Kommission auf Forex-CFDs. Das ist für ein kommissionsfreies Modell einer der besseren Werte am Markt, liegt aber über den effektiven Kosten der Raw-Spread-Konten von IC Markets oder Pepperstone, wenn man deren Kommission einrechnet und viel handelt. Aktienindizes wie der DAX werden je nach Handelszeit ab etwa 1 bis 2 Punkten gestellt. Typische Angaben, Stand der Redaktion.
Was kostet die Inaktivitätsgebühr bei IG?
Nach 24 Monaten ohne Handelsaktivität berechnet IG typischerweise eine Inaktivitätsgebühr von rund 14 Euro pro Monat, solange Guthaben auf dem Konto liegt. Die Frist ist mit zwei Jahren deutlich kulanter als etwa bei Plus500 oder AvaTrade, wo bereits nach drei Monaten Gebühren greifen. Ein einzelner Trade setzt den Zähler zurück. Wer sein Konto dauerhaft nicht mehr nutzt, sollte das Guthaben trotzdem auszahlen lassen oder das Konto schließen.
Welche Märkte kann ich bei IG handeln?
IG bietet über 17.000 Märkte an — die mit Abstand größte Auswahl in unserem Vergleich. Dazu gehören rund 80 Währungspaare, Aktien-CFDs aus aller Welt, Indizes, Rohstoffe, Anleihen, Zinssätze sowie Barrier Options und Turbozertifikate als Besonderheit. Ausgewählte Indizes und Kryptowerte lassen sich sogar am Wochenende handeln, wenn die regulären Börsen geschlossen sind. Für Trader, die gelegentlich exotische Märkte suchen, ist diese Breite ein echtes Alleinstellungsmerkmal.
Welche Plattformen stellt IG zur Verfügung?
Kernstück ist die hauseigene Web- und App-Plattform mit Alarmen, garantierten Stops und ausgereifter Orderführung — sie gilt als eine der besten Eigenentwicklungen der Branche. Daneben unterstützt IG den MetaTrader 4 sowie die professionelle Chartsoftware ProRealTime, die bei aktiver Nutzung typischerweise kostenlos bleibt. MetaTrader 5 und cTrader fehlen dagegen, und für automatisierten Handel ist IG nicht die erste Wahl — hier sind IC Markets oder Pepperstone besser aufgestellt.