IC Markets Erfahrungen & Test

Der Standard-Tipp für aktive Trader: institutionelle Raw-Spreads, schnelle Ausführung und volle MetaTrader/cTrader-Unterstützung.

★ 4.5von 5 Punkten
200 €Mindesteinzahlung
ab 0,0 Pips + Kommission (Raw)EUR/USD

Zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2026

RegulierungCySEC (EU), ASIC
Mindesteinzahlung200 €
Spread EUR/USDab 0,0 Pips + Kommission (Raw)
PlattformMT4, MT5, cTrader
BesonderheitRaw-Spreads für Vieltrader & EAs

IC Markets wurde 2007 in Sydney gegründet und hat sich konsequent auf aktive und automatisierte Trader spezialisiert. Das Aushängeschild ist das Raw-Spread-Konto: EUR/USD wird regelmäßig bei 0,0 bis 0,1 Pips gestellt, dafür fällt eine fixe Kommission pro Lot an. Für Vieltrader ist das unterm Strich meist deutlich günstiger als kommissionsfreie Standardkonten.

EU-Kunden handeln über die zyprische, CySEC-regulierte Einheit; die australische Muttergesellschaft steht unter ASIC-Aufsicht. Eine deutsche Niederlassung gibt es nicht — wer BaFin-Aufsicht und deutschsprachigen Support vor Ort will, findet das eher bei Pepperstone oder IG.

Klar sein sollte auch: IC Markets ist ein Werkzeug für Leute, die wissen, was sie tun. Einsteiger bekommen hier weder eine besonders geführte Oberfläche noch umfangreiche Lernangebote — und CFDs auf Hebel bleiben ein Hochrisikoinstrument.

Regulierung & Sicherheit

Die für EU-Kunden zuständige Einheit unterliegt der CySEC und damit den ESMA-Regeln: Hebelbegrenzung auf 1:30 für Privatkunden, Schutz vor negativem Kontostand und Teilnahme am zyprischen Entschädigungsfonds ICF. Kundengelder liegen getrennt auf Konten bei Großbanken.

Die CySEC gilt als solide, wenn auch nicht als strengste Aufsicht Europas — eine Einordnung der Behörden liefert unser Überblick zur Forex-Regulierung. Die lange Marktpräsenz und das hohe Handelsvolumen sprechen für die operative Stabilität des Hauses.

Kundengelder deutscher Trader liegen getrennt vom Firmenvermögen auf Konten europäischer Großbanken. Wichtig zu wissen: Beim Wechsel in eine Nicht-EU-Einheit — etwa für höhere Hebel — entfallen die europäischen Schutzmechanismen komplett; davon raten wir Privatkunden klar ab.

Konten & Kosten im Detail

Zwei Modelle stehen zur Wahl. Das Raw-Spread-Konto stellt EUR/USD typischerweise ab 0,0 Pips und berechnet rund 3,50 US-Dollar Kommission je Lot und Seite — also etwa 7 Dollar round turn. Das Standardkonto arbeitet kommissionsfrei mit Spreads ab etwa 0,8 Pips.

Ab ungefähr zwei bis drei Trades pro Woche mit ganzen Lots rechnet sich das Raw-Modell fast immer; wie man solche Vergleiche selbst durchrechnet, zeigt unser Ratgeber Forex-Kosten. Die Mindesteinzahlung liegt bei typischerweise 200 Euro, eine Inaktivitätsgebühr erhebt IC Markets nach unserem Stand nicht. Swaps für Übernachtpositionen fallen wie üblich an.

Das Handelsmodell arbeitet mit tiefer Liquidität mehrerer Anbieter, Requotes sind konstruktionsbedingt kein Thema. Slippage kann in Nachrichtenphasen dennoch auftreten — das ist bei jedem Broker so und sollte gerade bei engen Stopps eingeplant werden. Für die Kostenrechnung zählt am Ende die Summe aus Spread, Kommission und Slippage über viele Trades hinweg.

Plattform & Tools

Die Plattformauswahl ist komplett: MetaTrader 4, MetaTrader 5 und cTrader, jeweils als Desktop-, Web- und Mobilversion. Scalping, Hedging und Expert Advisors sind ohne Einschränkung erlaubt, VPS-Anbindung für latenzkritische Strategien wird unterstützt.

Die Ausführungsgeschwindigkeit gehört zu den zentralen Verkaufsargumenten — relevant für alle, die auf kurzen Zeitebenen oder mit automatisierten Systemen arbeiten. Eigenentwickelte Analyse-Tools oder eine besonders einsteigerfreundliche Oberfläche darf man dagegen nicht erwarten; hier ist MetaTrader-Standardkost angesagt.

Für Datengetriebene interessant: cTrader liefert Markttiefe (Level II) und eine modernere Oberfläche als MetaTrader, während MT4/MT5 mit dem riesigen Ökosystem aus Indikatoren und Expert Advisors punkten. Ein unbegrenztes Demokonto erlaubt es, Strategien und Plattformen ausgiebig parallel zu testen, bevor echtes Geld fließt.

Ein- & Auszahlung

Einzahlungen funktionieren per Banküberweisung, Kreditkarte und gängigen E-Wallets, in der Regel ohne brokerseitige Gebühren. Auszahlungen werden typischerweise binnen eines Werktags angestoßen; bei internationalen Überweisungen können Bankspesen anfallen.

Konten lassen sich in mehreren Basiswährungen führen, darunter Euro — das vermeidet laufende Umrechnungskosten. Wie überall gilt: Auszahlungen gehen aus Geldwäschegründen nur auf den ursprünglichen Einzahlungsweg zurück.

Die Kontoeröffnung inklusive Verifizierung ist erfahrungsgemäß in ein bis zwei Werktagen erledigt. Steuerlich gilt wie bei allen Auslandsbrokern: Die Abgeltungsteuer wird nicht automatisch abgeführt, Gewinne und Verluste gehören in die eigene Steuererklärung — die exportierbaren Kontoauszüge liefern die nötige Datenbasis.

Für wen geeignet?

IC Markets ist die erste Adresse für Daytrader, Scalper und EA-Betreiber, die auf jede Zehntelpip-Ersparnis und schnelle Ausführung angewiesen sind. Auch wer größere Volumina bewegt, profitiert vom transparenten Kommissionsmodell.

Gelegenheitstrader mit wenigen Positionen im Monat spüren die Kostenvorteile dagegen kaum und fahren mit einfacheren Allroundern wie XTB mindestens genauso gut. Absolute Anfänger sollten zuerst die Grundlagen klären — etwa in unserem Einstieg Was ist Forex? — bevor sie ein auf Profis zugeschnittenes Konto eröffnen.

Wer zwischen den beiden Raw-Spread-Spezialisten schwankt: Pepperstone bietet die deutsche Niederlassung und TradingView, IC Markets die etwas breitere Plattformpalette mit cTrader und traditionell sehr enge Rohspreads. Preislich liegen beide auf Augenhöhe — die Entscheidung fällt über Regulierungspräferenz und Workflow.

Fazit

Wer aktiv handelt, bekommt bei IC Markets eines der besten Preis-Leistungs-Pakete am Markt: institutionelle Spreads, faire Kommissionen, freie Plattformwahl und keine Spielverbote für Scalper oder Algos. Abstriche gibt es bei Einsteigerfreundlichkeit, Lernmaterial und dem Fehlen einer deutschen Niederlassung.

Auch das gehört zur Wahrheit: Der Broker lebt von hoher Handelsaktivität seiner Kunden — die Verantwortung, daraus kein Overtrading werden zu lassen, liegt beim Trader selbst. Diszipliniertes Risikomanagement bleibt die Grundvoraussetzung, um von den günstigen Konditionen überhaupt zu profitieren.

Unterm Strich ein Spezialist, der genau das sehr gut macht, wofür man ihn wählt. Alle Konditionen sind typische Angaben, Stand der Redaktion.

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Häufige Fragen zu IC Markets

Ist IC Markets seriös?

Ja. IC Markets ist seit 2007 am Markt, EU-Kunden werden über die CySEC-regulierte Einheit auf Zypern betreut, die Muttergesellschaft steht unter Aufsicht der australischen ASIC. Damit gelten für europäische Privatkunden die ESMA-Schutzregeln: Hebelbegrenzung, getrennte Verwahrung der Kundengelder und Schutz vor negativem Kontostand, dazu der zyprische Entschädigungsfonds ICF. Eine deutsche BaFin-Niederlassung existiert allerdings nicht. Am hohen Risiko des gehebelten CFD-Handels ändert die Regulierung nichts.

Welche Spreads hat IC Markets?

Im Raw-Spread-Konto stellt IC Markets den EUR/USD typischerweise bei 0,0 bis 0,1 Pips; dafür fällt eine Kommission von rund 3,50 US-Dollar je Lot und Seite an, also etwa 7 Dollar pro Round Turn. Das Standardkonto kommt ohne Kommission aus und beginnt bei etwa 0,8 Pips. Für Vieltrader ist das Raw-Modell fast immer die günstigere Wahl, für Gelegenheitstrader lohnt sich der Unterschied kaum. Typische Werte, Stand der Redaktion.

Wie hoch ist die Mindesteinzahlung bei IC Markets?

Die empfohlene Mindesteinzahlung liegt bei typischerweise 200 Euro beziehungsweise dem Gegenwert in der gewählten Kontowährung. Das ist mehr als bei Brokern ohne Einstiegshürde wie XTB oder Pepperstone, für die Zielgruppe von IC Markets — aktive Trader mit ernsthaftem Kapitaleinsatz — aber praktisch irrelevant. Wer mit deutlich weniger starten will, sollte ohnehin zuerst im Demokonto üben, denn mit Kleinstbeträgen lässt sich kein sauberes Risikomanagement betreiben.

Erlaubt IC Markets Scalping und Expert Advisors?

Ja, ausdrücklich. IC Markets richtet sich gezielt an Scalper, Daytrader und Nutzer automatisierter Handelssysteme: Es gibt keine Mindesthaltedauer für Positionen, Hedging ist erlaubt, und Expert Advisors laufen auf MT4 und MT5 ohne Einschränkungen. Für latenzkritische Strategien wird die Anbindung an VPS-Dienste unterstützt, die Server stehen in Rechenzentren mit kurzen Wegen zu den Liquiditätsanbietern. Genau diese Kombination aus Raw-Spreads und uneingeschränktem Algo-Trading ist der Hauptgrund, IC Markets zu wählen.

Welche Plattformen bietet IC Markets an?

IC Markets unterstützt MetaTrader 4, MetaTrader 5 und cTrader — jeweils als Desktop-Installation, Webversion und mobile App. Damit deckt der Broker sowohl das riesige MT4/MT5-Ökosystem aus Indikatoren und Expert Advisors ab als auch cTrader mit seiner moderneren Oberfläche und Markttiefenanzeige. Eine nennenswerte Eigenplattform gibt es nicht, ebenso wenig eine TradingView-Integration; wer direkt aus TradingView heraus handeln will, ist bei Pepperstone besser aufgehoben.

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