Was ist Forex-Trading?

Der Foreign-Exchange-Markt (Forex, FX) ist der Handel mit Währungspaaren — mit einem Tagesumsatz von mehreren Billionen US-Dollar der größte Finanzmarkt der Welt. Gehandelt wird nicht an einer zentralen Börse, sondern über ein globales Bankennetzwerk, rund um die Uhr von Sonntagabend bis Freitagabend.

Währungspaare: Immer zwei auf einmal

Forex handelt man in Paaren: EUR/USD bedeutet, Euro gegen US-Dollar zu kaufen oder zu verkaufen. Steigt der Kurs von 1,0800 auf 1,0850, hat der Euro gegenüber dem Dollar aufgewertet. Die Hauptpaare (Majors) — EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY, USD/CHF — haben die engsten Spreads und die höchste Liquidität; Einsteiger sollten dort bleiben.

Pips, Lots und Hebel

  • Pip: die vierte Nachkommastelle des Kurses (bei EUR/USD: 0,0001). Die Bewegung von 1,0800 auf 1,0850 sind 50 Pips.
  • Lot: die Handelsgröße. 1 Standard-Lot = 100.000 Einheiten der Basiswährung; Mini- (10.000) und Mikro-Lots (1.000) machen den Einstieg mit kleinen Konten möglich.
  • Hebel: Privatkunden in der EU dürfen Majors maximal mit 1:30 hebeln. 1.000 € Einsatz bewegen also bis zu 30.000 € Marktvolumen — Gewinne und Verluste wirken entsprechend verstärkt.

Wie entsteht der Gewinn (oder Verlust)?

Privatanleger handeln Forex fast immer als CFD: Sie setzen auf steigende (Long) oder fallende Kurse (Short), ohne Währungen physisch zu tauschen. Der Broker verdient am Spread — der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs — und ggf. an einer Kommission. Positionen über Nacht kosten Finanzierungsgebühren (Swaps).

Das Risiko, ehrlich benannt

Die Mehrheit der privaten CFD-Konten verliert Geld — das ist keine Floskel, sondern regulatorisch erzwungene Transparenz, die jeder EU-Broker ausweisen muss. Hebel, Übernacht-Kosten und emotionale Fehlentscheidungen sind die Hauptgründe. Wer startet, sollte klein anfangen, mit Stop-Loss arbeiten und nur Kapital einsetzen, dessen Verlust verkraftbar ist. Ein strukturierter Einstieg und ein seriöser, regulierter Broker sind die halbe Miete.

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