Was kostet Forex-Trading wirklich?

Forex-Broker werben gern mit „0 € Gebühren" — verdient wird trotzdem, nur eben anders. Wer die drei Kostenarten versteht, kann Konten ehrlich vergleichen.

1. Der Spread

Der Spread ist die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs und die Grundgebühr jedes Trades. Beispiel: EUR/USD mit 1,0 Pip Spread — bei einem Mini-Lot (10.000 €) entspricht das genau 1 €, bei einem Standard-Lot 10 €. Klingt wenig, summiert sich bei aktivem Handel aber schnell: 20 Trades pro Woche à 1 Standard-Lot sind über 10.000 € Spreadkosten im Jahr.

2. Die Kommission (Raw-/ECN-Konten)

Konten wie IC Markets Raw oder Pepperstone Razor stellen Rohspreads (oft 0,0–0,2 Pips) und berechnen stattdessen eine fixe Kommission, typischerweise um 3,50 € pro Lot und Seite (7 € round-turn). Die Rechnung: Ab etwa 0,7 Pips Ersparnis gegenüber dem Standardkonto fährt der Vieltrader mit Raw + Kommission günstiger. Gelegenheitstrader meist nicht.

3. Swaps (Übernachtfinanzierung)

Wer Positionen über Nacht hält, zahlt (oder erhält) die Zinsdifferenz der beiden Währungen plus Broker-Marge. Bei mehrtägigen Trades können Swaps die Spreadkosten übersteigen — vor jedem Swing-Trade in der Plattform prüfen. Mittwochs wird üblicherweise der dreifache Swap fürs Wochenende berechnet.

Versteckte Posten

  • Inaktivitätsgebühren (bei einigen Brokern nach 3–24 Monaten)
  • Auszahlungs- und Währungsumrechnungsgebühren (v. a. bei USD-geführten Konten wie eToro)
  • Slippage in schnellen Märkten — kein Gebühr im engen Sinn, aber ein realer Kostenfaktor

Unser Broker-Vergleich weist Spread-Modelle und Mindesteinzahlungen transparent aus.

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