Admirals Erfahrungen & Test

MetaTrader-Spezialist: Die Supreme-Edition-Erweiterung macht MT4/MT5 deutlich mächtiger — gut für ambitionierte Chart-Trader.

★ 4.0von 5 Punkten
100 €Mindesteinzahlung
ab 0,5 Pips (Trade.MT5)EUR/USD

Zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2026

RegulierungCySEC (EU), FCA, EFSA
Mindesteinzahlung100 €
Spread EUR/USDab 0,5 Pips (Trade.MT5)
PlattformMT4, MT5 + Supreme Edition
BesonderheitMetaTrader Supreme Edition mit Zusatz-Tools

Admirals — bis zum Rebranding Admiral Markets — ist seit 2001 aktiv und in der EU unter anderem über CySEC und die estnische EFSA reguliert, die britische Einheit über die FCA. Das Haus hat sich über zwei Jahrzehnte einen Namen als MetaTrader-Spezialist gemacht.

Das zentrale Argument ist die Supreme Edition: ein kostenloses Plugin-Paket, das MetaTrader 4 und 5 um Dutzende Werkzeuge erweitert — Mini-Terminal, Korrelationsmatrix, erweiterte Orderfunktionen, Sentiment-Daten. Wer MetaTrader ernsthaft nutzt, bekommt hier eine der besten Umsetzungen am Markt.

Zur ehrlichen Einordnung: Eine nennenswerte Eigenplattform jenseits von MetaTrader fehlt, cTrader und TradingView-Anbindung gibt es nicht, und die Inaktivitätsgebühr nach längerer Pause sollte man kennen. Auch hier gilt: gehebelte CFDs bergen ein erhebliches Verlustrisiko.

Regulierung & Sicherheit

EU-Kunden werden je nach Einheit über CySEC beziehungsweise die estnische EFSA betreut; es gelten ESMA-Hebelgrenzen, Negativsaldoschutz und getrennte Kundengelderverwahrung samt der jeweiligen gesetzlichen Entschädigungssysteme.

Die Gruppe ist an der Nasdaq Tallinn gelistet, was zusätzliche Transparenzpflichten schafft. Eine deutsche Niederlassung wie bei Pepperstone oder IG gibt es derzeit nicht — mehr zu den Unterschieden der Aufsichten in unserem Ratgeber Forex-Regulierung.

Kundengelder liegen getrennt auf Konten europäischer Banken, die jeweiligen Entschädigungssysteme greifen bis zu den gesetzlichen Grenzen. Der regulatorische Flickenteppich aus mehreren Einheiten ist bei internationalen Brokern üblich; entscheidend ist, dass EU-Kunden einer EU-Einheit mit ESMA-Schutz zugeordnet werden — das ist hier der Fall.

Konten & Kosten im Detail

Die Kontenstruktur trennt sauber: Trade.MT5 (bzw. Trade.MT4) arbeitet kommissionsfrei mit EUR/USD ab typischerweise 0,5 Pips; Zero.MT5 stellt Rohspreads ab 0,0 Pips und berechnet dafür eine Kommission von typischerweise rund 3 Euro je Lot und Seite. Damit deckt Admirals beide Welten ab — Gelegenheitstrader und Vieltrader.

Die Mindesteinzahlung liegt typischerweise bei 100 Euro. Nach 24 Monaten ohne Handelsaktivität greift eine Inaktivitätsgebühr von typischerweise etwa 10 Euro monatlich. Swaps fallen wie üblich an; für die Gesamtrechnung aus Spread, Kommission und Swap empfiehlt sich unser Ratgeber Forex-Kosten.

Das Produktangebot umfasst mehrere tausend Instrumente, darunter neben Forex- auch Aktien-, Index- und Rohstoff-CFDs sowie über die Invest-Kontotypen echte Aktien und ETFs. Mikro-Lots ab 0,01 ermöglichen kleinteiliges Risikomanagement auch auf kleinen Konten. Beim Zero-Konto sollte man wissen, dass die engsten Rohspreads vor allem zu liquiden Handelszeiten anliegen; in dünnen Marktphasen weiten sie sich auch hier aus, die Kommission bleibt davon unberührt konstant.

Plattform & Tools

MT4 und MT5 stehen in allen Varianten bereit — Desktop, Web, Mobile — und werden durch die Supreme Edition massiv aufgewertet: Mini-Terminal für schnelles Ordermanagement, Korrelationsmatrix, Handels-Simulator und erweiterte Ordertypen heben die Plattform deutlich über die Standardinstallation anderer Broker.

Expert Advisors und Scalping sind uneingeschränkt erlaubt. Wer allerdings eine moderne Eigenplattform oder TradingView sucht, wird nicht fündig — Admirals ist bewusst ein reines MetaTrader-Haus.

Ergänzend liefert Admirals Premium-Analytics mit Sentiment-Daten und Analysen von Drittanbietern sowie einen Wirtschaftskalender direkt in der Plattform. Die mobile App deckt Standardaufgaben ab, das volle Werkzeugarsenal entfaltet sich aber erst am Desktop — wie bei praktisch allen MetaTrader-Brokern. Zum Testen der Supreme-Tools steht ein Demokonto bereit.

Webinare, Artikel und ein Basiskurs für Einsteiger runden das Angebot ab — nicht so umfangreich wie die IG Academy, aber solide über dem Branchendurchschnitt.

Ein- & Auszahlung

Einzahlungen per Banküberweisung und Kreditkarte sind typischerweise kostenlos, gängige E-Wallets werden unterstützt. Bei Auszahlungen sind ein bis zwei Anfragen pro Monat in der Regel gebührenfrei, danach können Pauschalen anfallen — ein Detail, das Vieltrader mit häufigen Entnahmen kennen sollten.

Konten lassen sich in Euro führen, die Bearbeitung dauert erfahrungsgemäß ein bis zwei Werktage.

Die Kontoeröffnung inklusive Verifizierung ist erfahrungsgemäß binnen eines Werktags erledigt. Wie bei allen Auslandsbrokern wird die deutsche Abgeltungsteuer nicht automatisch abgeführt; Gewinne gehören in die eigene Steuererklärung, wofür der Broker Kontoauszüge und Jahresübersichten bereitstellt.

Für wen geeignet?

Admirals passt zu ambitionierten Chart-Tradern und EA-Nutzern, die das Maximum aus MetaTrader herausholen wollen, ohne auf EU-Regulierung zu verzichten — die Supreme Edition allein rechtfertigt für diese Gruppe einen Blick. Auch der Wechsel zwischen kommissionsfreiem und Raw-Konto im selben Haus ist praktisch.

Einsteiger ohne MetaTrader-Ambitionen sind mit zugänglicheren Plattformen wie der von XTB schneller handlungsfähig; das nötige Grundwissen liefert unser Guide Forex für Anfänger.

Interessant ist Admirals außerdem für Trader, die Strategien erst im Handels-Simulator der Supreme Edition backtesten wollen, bevor echtes Geld fließt — ein Workflow, den kaum ein anderer Broker so integriert anbietet. Auch der Wechsel vom Demo- zum Livekonto übernimmt Vorlagen und Einstellungen.

Fazit

Admirals ist die Empfehlung für alle, deren Trading-Alltag in MetaTrader stattfindet: Supreme Edition, saubere Kontentrennung zwischen Standard- und Raw-Modell und solide EU-Regulierung ergeben ein stimmiges Paket. Die Schwächen — keine Eigenplattform, keine deutsche Niederlassung, Auszahlungslimits und Inaktivitätsgebühr — sind real, aber für die Kernzielgruppe zweitrangig.

Preislich bewegt sich Admirals im Mittelfeld: nicht so aggressiv wie die reinen ECN-Spezialisten, aber fair genug, dass die Plattformvorteile den Unterschied für die Zielgruppe aufwiegen. Und wie immer gilt: Auch die beste Toolbox schützt nicht vor Verlusten mit gehebelten CFDs.

Wer MetaTrader nicht nutzt, findet anderswo passendere Angebote. Alle Angaben typisch, Stand der Redaktion.

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Häufige Fragen zu Admirals

Ist Admirals seriös?

Ja. Admirals (früher Admiral Markets) ist seit 2001 am Markt und in der EU unter anderem über die CySEC und die estnische EFSA reguliert, die britische Einheit über die FCA. Die Gruppe ist an der Nasdaq Tallinn gelistet und damit publizitätspflichtig. Kundengelder werden getrennt verwahrt, ESMA-Hebelgrenzen und Negativsaldoschutz gelten für Privatkunden. Eine deutsche BaFin-Niederlassung gibt es allerdings nicht. Das Verlustrisiko gehebelter CFD-Positionen besteht unabhängig von der Regulierung.

Welche Spreads hat Admirals?

Das hängt vom Konto ab: Im kommissionsfreien Trade.MT5-Konto beginnt der EUR/USD typischerweise bei etwa 0,5 Pips. Das Zero.MT5-Konto stellt Rohspreads ab 0,0 Pips und berechnet dafür eine Kommission von typischerweise rund 3 Euro je Lot und Seite. Vieltrader fahren mit dem Zero-Modell in Summe meist günstiger, Gelegenheitstrader bleiben unkomplizierter beim Trade-Konto. Beide Kontotypen lassen sich parallel führen. Typische Werte, Stand der Redaktion.

Was ist die MetaTrader Supreme Edition von Admirals?

Die Supreme Edition ist ein kostenloses Erweiterungspaket für MetaTrader 4 und 5, das Admirals seinen Kunden bereitstellt. Es ergänzt die Plattform um über 60 Zusatzwerkzeuge, darunter das Mini-Terminal für schnelles Ordermanagement direkt im Chart, eine Korrelationsmatrix, einen Handels-Simulator für Backtests, Sentiment-Daten und erweiterte Ordertypen. Damit wird der in der Standardinstallation eher karge MetaTrader deutlich mächtiger — für viele Nutzer das Hauptargument, ihr MetaTrader-Konto gerade bei Admirals zu führen.

Welche Konten bietet Admirals an?

Die wichtigsten sind Trade.MT5 und Zero.MT5 (jeweils auch als MT4-Variante). Trade.MT5 arbeitet kommissionsfrei mit Spreads ab etwa 0,5 Pips und passt zu Gelegenheits- und Normaltradern. Zero.MT5 richtet sich an aktive Trader: Rohspreads ab 0,0 Pips plus eine Kommission von rund 3 Euro je Lot und Seite. Die Mindesteinzahlung liegt typischerweise bei 100 Euro. Wer unsicher ist, startet mit dem Trade-Konto und wechselt bei steigender Handelsfrequenz zum Zero-Modell.

Erhebt Admirals eine Inaktivitätsgebühr?

Ja, aber mit langer Frist: Erst nach 24 Monaten ohne Handelsaktivität berechnet Admirals typischerweise eine monatliche Inaktivitätsgebühr von etwa 10 Euro, solange Guthaben vorhanden ist. Das ist deutlich kulanter als bei AvaTrade oder Plus500, wo bereits nach drei Monaten Gebühren anfallen, aber strenger als bei Pepperstone, das ganz darauf verzichtet. Ein einzelner Trade setzt die Frist zurück. Dauerhaft ungenutzte Konten sollte man leeren oder schließen. Stand der Redaktion.

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